FreiMut e.V.
  - natürlich lernen -

Unser Konzept

Unser Kurzkonzept könnt ihr hier herunterladen. Nachfolgend möchte wir einige Aspekte zusammenfassen.


1. Unser Menschenbild und Bildungsverständnis                                                              

Jedes Kind wird geborgen mit zwei wesentlichen emotionalen Grundbedürfnissen: dem Bedürfnis nach tiefer, inniger Verbundenheit bei gleichzeitig größtmöglicher Autonomie und Selbstbestimmung.

Ein Baum kann sich nur entfalten, wenn er Wurzeln hat, die ihn halten und ernähren. Sie liefern ihm die notwendige Energie, Sicherheit und Stabilität. Nur mit starken Wurzeln, kann ein Baum die Stürme seines Lebens überstehen und Äste, Blätter und Früchte ausbilden.

Die Wurzeln, mit denen sich Kinder fest im Erdreich verankern und ihre Nährstoffe aufnehmen, sind sichere emotionale Beziehungen zu den Menschen, bei und mit denen sie aufwachsen. Das sind mit zunehmendem Alter nicht nur die Eltern, sondern auch Bezugspersonen in Kindergärten und Schulen. Deshalb ist uns die Beziehungskultur an unserer Schule sehr wichtig. In einer sicheren Umgebung, in der ein Kind sich wohl fühlt und so angenommen wird, wie es ist, sind Lernprozesse nachhaltig möglich.

 

Kinder brauchen neben den starken Wurzeln viel Raum für Autonomie und Selbstbestimmung. Wichtig zu bedenken ist hierbei, dass jedes Kind einzigartig ist. Die Interessen der Kinder (Menschen) sind vielfältig und zum Teil sehr unterschiedlich, obwohl sich die Kinder im selben Entwicklungsalter befinden. Auch dieses Wissen, wollen wir in unser pädagogisches Konzept einbauen und unseren Schüler*innen die Möglichkeit geben, an IHREN Themen die gesellschaftlich erforderlichen Kulturtechniken zu erlernen.

Dies bedeutet für uns, dass jede*r Schüler*in eigene Themen haben wird, an denen sie*er bspw. Lesen, Schreiben und Rechnen erlernt. Vielleicht erinnert ihr euch noch daran, wie schwer es euch fiel, bestimmte Inhalte abzuspeichern. Ihr stelltet euch sicher hin und wieder die Frage: „Wozu muss ich das wissen?!“ Für euch war dieses Thema offensichtlich nicht bedeutsam und somit schlicht uninteressant.

 

Wir orientieren uns an der Anthropologie und gehen davon aus, dass Kinder ein angeborenes Lernbedürfnis haben, ein Bestreben nach innerem Wachstum und Wissensaneignung. Wir betrachten Kinder nicht als „Noch-nicht-Erwachsene“. Wir sehen sie als das an, was sie sind: Kinder! Kinder mit der Entwicklungsaufgabe, später ein erfolgreicher Erwachsener zu werden.


2. Was uns ausmacht - Naturschule                                                                                     

natürlich lernen

Der Leitspruch unseres Vereins, der sich auch in unserem Logo wiederfindet, soll zugleich auch allumfassendes Merkmal unserer Schule sein. Wir wollen zurück zum möglichst natürlichen lernen – ohne Frontalunterricht und Notendruck.

 Lernen von und in der Natur

Wir wollen zudem von und in der Natur lernen. Als Schule mit ausdrücklichem Naturbezug wollen wir Kinder an die Schönheit und Vielfältigkeit der Natur heranführen. Das Entdecken in Flur, Wald und Wiese wird täglicher Bestandteil unserer Pädagogik sein. Wir sind überzeugt, dass Erlebnisse und Erfahrungen in der Natur für alle bereichernd sind. Auch das Vorleben und Heranführen an eine gesunde Ernährung und Lebensweise sind selbstverständlich Bestandteil unseres Konzeptes.


3. Werte unserer Schulgemeinschaft                                                                               

  • Verantwortung
  • Achtsamkeit
  • Wertschätzung
  • Vertrauen
  • Miteinander
  • Dialog


4. Wie wir uns unsere Schule vorstellen

Strukturen

Wir streben eine Halbtagsschule an, weil es uns wichtig ist, dass Kinder ihre Kindheit in ihren Familien verbringen können. Die geplanten Öffnungszeiten sind von 08:00 – 14:00 Uhr. Wichtig ist uns eine flexible Zeitstruktur, mit einem Orientierungsrahmen, der den Kindern hilft, sich im Tagesablauf zurecht zu finden. Es gibt daher kein festes Zeitkorsett. Wir orientieren uns außerdem am natürlichen Jahresverlauf und veröffentlichen Werkstätten, Projektwochen, Feste etc. schulintern im Jahresplan.

Lernen anderswo

Einen wesentlichen Punkt nehmen außerschulische Lernorte ein. Kinder lernen die Welt der Erwachsenen nur dann kennen, wenn sie sich in ihr bewegen und darin Erfahrungen machen. Daher ist es uns ein Anliegen, den Kindern dies zu ermöglichen. Mit außerschulischen Lernorten sind u. a. Orte wie Museen, Arbeitsplätze, Bibliotheken etc. gemeint.

Vertrauenslehrer/Rückmeldungen

Kinder wählen sich aus dem Team einen Vertrauenslehrer. Sie können dabei jährlich frei aus allen Lernbegleitern wählen. Die Aufgaben des Vertrauenslehrers sind der Blick auf das Kind, ein konkreter Ansprechpartner für Eltern zu sein und einen reflektierenden, bewertungsfreien Jahresbrief als Rückblick auf die Entwicklungen des Kindes im Schuljahr zu verfassen.

 Räume

 Ein konkretes Gebäude ist noch nicht vorhanden. Wir prüfen alle Vorschläge und Möglichkeiten. Perspektivisch benötigen wir Gruppenräume, Arbeitsräume (Ateliers), eine/n Bewegungsraum/ Turnhalle, Werkstätten, Ruheräume und Verwaltungsräume.

 Essen

Langfristig ist unser Ziel, einen Schulgarten zu bewirtschaften, der eine annähernde Selbstversorgung ermöglicht. Mit einer ökologischen Bewirtschaftung des Schulgartens wollen wir eine ausgewogene, saisonale und gesunde Ernährung ermöglichen und mit den Kindern kochen, backen, gärtnern, bevorraten.